
- Lust statt Frust - Keine Angst vor den Piraten
- Instituts-Kunde "Rotbäckchen" gewinnt Marken-Award 2012
- Fetisch Repräsentativität
- Die Kölner sind wie die Griechen
- Der schwierige Umgang mit dem eigenen Altern
- Was hilft gegen die Krise? Pflaumenmarmelade. Interview im Magazin "Stern"
- Der Verbraucher schreit nach Heimat
- Der gegängelte Konsument
- 20 Prozent auf alles!?
- Der heitere Fatalismus
- Der Kunde schreit nach Heimat
- Der rationale Charme der Verschwörung
- Lebensmittel landen im Müll
- "Grüne auf dem Vormarsch..."
- E10 - Der Motor als Kolbenfresser
- Escaping the Hamster Wheel
- Gehirn oder Seele?
- „Und dann verfilmt es Hollywood...“
- 11. M-Motion-Tag - Stephan Grünewald als Referent zum Thema: TREND ODER ZUKUNFT ?
- Jugendstudie 2010 - "Die Absturz-Panik der Generation Biedermeier"
- Welche Entwicklungen bestimmen den Pharmamarkt der Zukunft?
- Die Nation zwischen Wunderglaube und Glaubenskrise
- "Quo Vadis Marktforschung"
- "Ich werkele, also bin ich"
- Stark, krisenfest, unterschätzt: Die Ostdeutschen 20 Jahre nach der Wende.
- "Schutzengel gegen wackeren Stein"
- "Land in Sicht!"
- rheingold Kooperation mit "Handelsblatt"
- „Ein Autokauf hat etwas Erotisches“
- Sauberkeit in Supermärkten - Was erwartet der Kunde, was ekelt ihn an?
- rheingold-Interview zur Finanzkrise in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung
- "Köln auf der Couch" - Neues Buch von Stephan Grünewald
- Wir alle haben uns verzockt - Im Finanzcrash platzt ein kultureller Traum, die Gesellschaft steht vor einem Schwarzen Loch
- Der Blick ins schwarze Loch - Interview zur Finanzkrise auf Stern.de
- Sehnsucht nach Partyotismus
- Raffgier als Selbstbestätigung - Interview mit Stephan Grünewald auf www.stern.de
- Von Knuddel-Bären und Mutterkühen: Die Erfolgs-Elf der deutschen Werbefiguren.
- Mütter in Deutschland: Alte Rollenmuster sind keine Lösung - Zur Diskussion um die Thesen von Eva Herman
- Stylish, cultivated meat display
- Die gesellschaftliche Zeitbombe: Zukunftsangst und Rollenunsicherheit bei der Jugend
- Eine schwere Geburt: Kinderkriegen in Deutschland
- Television as a 'pharmacy for feelings'
- Male worlds
- Impulswahl statt Richtungswahl - rheingold-Studie zur Bundestagswahl 2005
- Frau Bundeskanzler?
- Deutschland im Star Wars-Fieber
- „Big Father“
- Die stilvoll kultivierte Fleischbeschau
- Von der gemeinsamen Mahlzeit zum autonomen Versorgungs-Talisman
- Ungestillte Sehnsucht
- Der Playboy auf der Couch
- Der zufriedene Kunde kauft nicht !
- Leicht, bekömmlich, transportabel
- Der Erfolg von Bohlen und Effenberg
- Männerwelten
- Die ‚Generation Kuschel‘ macht mobil gegen den Krieg
- 50 Jahre Tagesschau - Die tägliche Andacht der Deutschen
- Der ALDI-Boom
- Fortschritt mit Handycap
- Wähler im Dilemma: Die „unerbittliche“ Kompetenz Stoibers steigert die Attraktivität des Kanzlers.
- Euro, Teuro und der Verlust eines Symbols
- Psychologische Ansätze zur Krisenkommunikation
- Der Kompass in der Informationsflut
- Die Abschottung von der Welt
- Die Beschwörung der Normalität
- Sat.1: "ran" missachtet um 20.15 Uhr die psychologischen Bedürfnisse der Bundesliga-Fans.
- Gefühls-Apotheke Fernsehen
- Vom Sinn zur Strategie - Was Verbraucher bewegt und wie man es erfährt.
- Der Schuhtick oder die doppelte Liebeswahl.
- Die ARD als zentrale Orientierungs-Instanz im Wirbel der neuen Medien
- Verbraucher sehen keine persönliche Gefährdung durch BSE
- Schwade, drinke, dräume
- Das wird keine Liebeswahl !
- Business-to-Business-Kommunikation braucht Emotionen
- Big Brother - Die Puppenstube
- Ein Stillhalteabkommen mit der Politik: Die tiefenpsychologischen Folgen der Parteispendenaffäre
- Die Wahl in Schleswig Holstein tiefenpsychologisch : Küste im Trauma
- E-Commerce - Revolution oder Kastration?
- Forever young
- Seelisch Mobile fahren am sichersten
- Bundestagswahl 98 : Die Wähler fühlen sich im Stich gelassen
- Star wars: das Kinder-Überraschungsei
- Soaps - der emotionale Whirlpool.
- Vehement auf Sinnsuche
- Amerikanisierung der Politik ist eher eine Psychologisierung des Wahlkampfes.
- Funktion und Wirkung von Schmuddel-TV
- Tabakwerbung drosselt Rauchkonsum
- Psychologische Repräsentativität
- Dem beseelten Marketing gehört die Zukunft
- TV-Verfassung entscheidet Quote
- Jugendkultur Jugend-Cooltour
- Jugend und Erotik
- Verfassungs-Marketing erobert Märkte
- Wie Werbung wirklich wirkt
- Jugendschutz und TV-Erotik
- Moderne Marken-Mythen und Marketing-Irrtümer
- Starke Frauen in den Medien
- Karneval - Die kontrollierte Revolte der Sehnsüchte
- Notruf - das (Werbe-)Psychogramm einer RTL-Sendung
- Seele und Seligkeit der Kölner
- Psychologische Aspekte erfolgreicher Markenführung
- Schicksalsschläge einer Marke
- Mythos, Marken und Moneten
Verfassungs-Marketing erobert Märkte
Für das Positionieren einer Marke ist die Zielgruppe die falsche Dimension. Verfassungs-Marketing hingegen trifft den Kern der Verbraucher-Motivation.
Jung, kaufkräftig, lebenslustig und gesundheitsbewußt - das ist, kurz gefaßt, die Zielgruppe, von der fast jeder Markenartikelhersteller träumt. Entsprechend sieht die Werbung aus: Ob für Softdrinks, Autos oder Bausparen geworben wird - ein Spot gleicht dem anderen. In allen Märkten buhlen immer mehr Marken um das gleiche Publikum. Doch diese Zielgruppen-Strategie ist eine Sackgasse. Die auf die Zielgruppe zugeschnittene und getrimmte Marke wird hauptsächlich für die definierte Zielgruppe relevant. In anderen Gruppen findet sie wenig Anklang, wenn sie dort überhaupt noch wahrgenommen werden kann. Allzu oft wird nicht mehr das Produkt beworben, sondern der Lebensstil der vermeintlichen Zielgruppe. Weite Teile des Marktes werden so vernachlässigt und Marktpotentiale schlicht verschenkt.
Für das Positionieren einer Marke ist die Zielgruppe die falsche Dimension. Entscheidend für die Markenwahl des Konsumenten ist vielmehr die Frage, ob die Marke zur seelischen Verfassung paßt, in der sie verwendet wird. Verfassungen bestimmen unser Verhalten. Sie sind seelische Erlebniswelten, die sich bei bestimmten Tätigkeiten entfalten. Beim Putzen zum Beispiel geht es den Verbrauchern längst nicht nur um die saubere Wohnung. Unbewußt wird beim Putzen vor allem seelisch reiner Tisch gemacht. Den Haushaltsreiniger wählen die Verbraucher dann passend zu ihrer individuellen Putzverfassung. Wenn die Hausfrau beim Putzen den häuslichen Kleinkrieg will, greift sie bevorzugt zum General, die Katzenwäsche dagegen wird eher mit dem Frosch erledigt.
Die erfolgreiche Marke bewirbt nicht bestimmte Zielgruppen, sondern sie steigert die Anziehungskraft der durch sie markierten Konsumverfassung. Marken üben ihre Anziehungskraft quer durch alle Zielgruppen aus - weil sie den Verbrauchern besonders attraktive Interpretationen dieser Verfassungen, zum Beispiel der Putzverfassung, bieten. Welches Restaurant der Verbraucher zum Beispiel aufsucht, hängt auch nicht von seiner Zugehörigkeit zu irgendeiner Zielgruppe ab. Der gleiche Verbraucher, der in der einen Woche zum Italiener geht, wählt in der nächsten Woche den Mexikaner oder Franzosen. Entscheidend ist, welche Restaurant-Verfassung an diesem Tag zur Stimmung paßt. Das Schielen nach einer lukrativen Zielgruppe verspricht angesichts dieses unberechenbaren Verbraucherverhaltens wenig Erfolg. Gelingt es dem Restaurant dagegen, die typische Verfassung, französisch oder griechisch essen zu gehen, attraktiv zu interpretieren, wird es - jedenfalls potentiell - alle Zielgruppen locken. Das Festhalten an der Zielgruppen-Denke ist denn auch eher eine Hiflosigkeit des Marketings. Zielgruppen stiften die Fiktion der Berechenbarkeit von Marktpotentialen. Den Kern der Verbraucher-Motivation trifft das Zielgruppen-Marketing nicht.



